Bleiben Sie auf dem Laufenden und abonnieren Sie den Newsletter der Schwarzen Sonne




Historische Hintergründe
Sie können nach Einträgen suchen.

beginnt mit enthält entspricht genau
Jack the RipperDer Fall „Jack the Ripper“ ist wohl eine der spektakulärsten Mordserien, die es in Europa je gegeben hat. Die unmenschliche Brutalität, sowie die offensichtliche Machtlosigkeit der Polizei sorgten für ein bis dato nie da gewesenes Medieninteresse um den bis heute nicht identifizierten Frauenmörder. In der Zeit zwischen dem 31. August und dem 9. November des Jahres 1888, soll der Ripper im Londoner Bezirk Whitechaple fünf Frauen auf bestialische Weise ermordet und verstümmelt haben. Seine Opfer waren die 42-jährige Mary-Ann („Polly“) Nichols, die 47-jährige Annie Chapman, Elisabeth Stride (44 Jahre), Catharine Eddownes (46 Jahre) und die 25-jährige Mary Jane Kelly. Alle Opfer des Rippers waren Prostituierte. Diese traurige Liste der Ripper-Opfer, die von dem damaligen, stellvertretenden Chef der Criminal Investigation Division, Sir Melville Macnaghten, stammt und Eingang in zahlreiche Erzählungen und Kinofilme gefunden hat, ist jedoch bei weitem nicht so unumstritten, wie weithin angenommen.

Mindestens 11 weitere ungeklärte Frauenmorde könnten auf die Rechnung des Jack the Ripper gehen. Die Identität des Schlitzers, der sich selbst in Bekennerschreiben an die Polizei „Jack the Ripper“ nannte, ist bis heute ungeklärt. Während die Londoner Polizei lediglich vier Hauptverdächtige angab (Montague John Druitt, Aaron Kosminski, Michael Ostrog und Dr. Francis J. Tumblety), wurden bis heute von den unterschiedlichsten Historikern und Hobbykriminologen, Schriftstellern, Filmemachern und Journalisten mehr als 70 Männer (und sogar eine Frau) als der wahre Jack the Ripper identifiziert. Dabei gab es auch sehr prominente ‚Anwärter’ auf den Ripper-Titel. Neben Prinz Albert Victor, wurde auch der Mathematiker und Schriftsteller Lewis Carroll, sowie der britische Maler Walter Sicket schon der Ripper-Morde bezichtigt. 1993 tauchte dann ein Tagebuch auf, das angeblich beweist, dass der Liverpooler Baumwollhändler, James Maybrick, Jack the Ripper war.

Diese nicht enden wollende Flut an Spekulationen, Theorien und Verdächtigungen um die Hintergründe der Whitechaple-Morde und die wahre Identität des Täters haben dazu geführt, dass Jack the Ripper noch heute ist, was er – vor allem anderen – schon immer war: Ein schaurig-schillerndes Medienphantom – zu undeutlich um es zu fassen und zu grausam um es je ganz zu vergessen.
 


Glossary V2.0