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Historische Hintergründe
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Alfred RitscherAlfred Ritscher (23.05.1879 - 30.03.1963) war Kapitän und Polarforscher. Ritscher erlangte 1907 sein Kapitänspatent und erhielt Anfang 1912 eine Stelle im Reichsmarineamt. Im selben Jahr wurde Ritscher Schiffsführer der Deutschen Arktisexpedition. Für die Lufterkundung der Expedition erwarb er das Patent als Flugzeugführer. Als die Expedition scheiterte und die Schiffe im Eis festlagen, gelang es Ritscher sich im Alleingang zur nächsten Siedlung durchzuschlagen, wodurch ein großer Teil der Expeditionsteilnehmer gerettet werden konnte. 1934 wurde Ritscher Regierungsrat im Oberkommando der Kriegsmarine und leitete erfolgreich die Deutsche Antarktische Expedition 1938/39, deren Ziel es war einen Stützpunkt für die deutsche Walfangflotte zu errichten und die dafür erforderliche Lufterkundung und Besitzergreifung durchzuführen. Neuschwabenland, wie das auf diese Weise erschlossene Gebiet nach dem Expeditionsschiff Schwabenland genannt wurde, liegt im heute als Königin Maud Land bezeichneten, norwegischen Antarktisterritorium.
1959 wurde Ritscher das große Bundesverdienstkreuz verliehen und er bekam die Silberne Kirchenpauer-Medallie der Geographischen Gesellschaft Hamburg. Der Ritscher-Gipfel und das Ritscher-Hochland sind nach ihm benannt.
 


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